09.05.14 –
am 25. Mai wählen Sie die Kommunalparlamente in Ostprignitz-Ruppin. Sie entscheiden, wer dem künftigen Kreistag und den Stadt- bzw. Gemeindeparlamenten angehört. Damit bestimmen Sie, wohin sich der Kreis Ostprignitz-Ruppin in den nächsten fünf Jahren politisch bewegt.
Wir BÜNDNISGRÜNE stellen den Menschen und die Natur in den Mittelpunkt unserer Politik. Solidarität mit den Schwächeren in unserer Gesellschaft und Verantwortung für die Zukunft unserer Kinder sind die Richtschnur unseres Handelns. Darum setzen wir uns für soziale Gerechtigkeit, Barrierefreiheit und ein würdiges und selbstbestimmtes Leben aller Bürger in unserer Gesellschaft ein– das verstehen wir unter Inklusion.
Wir BÜNDNISGRÜNE geben alten und unterstützungsbedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderung eine starke Stimme im Sozialausschuss und setzen uns konsequent für ein flächendeckendes vernetztes Angebot an individuellen Hilfen ein.
Wir BÜNDNISGRÜNE unterstützen eine couragierte, interkulturelle Jugendarbeit.
Wir BÜNDNISGRÜNE bewahren unsere einzigartigen Kulturgüter und fördern moderne Kunst- und Musikprojekte.
Wir BÜNDNISGRÜNE sehen die Zuwanderung von Menschen als eine Bereicherung an und setzen uns für eine Willkommenskultur ein, die sich in erster Linie um ein gutes Miteinander bemüht, Berührungsängste abbaut sowie Förderung und Teilhabe in den Mittelpunkt stellt.
Und natürlich engagieren wir BÜNDNISGRÜNE uns auch und gerade auf kommunaler Ebene für eine zukunftsweisende und ressourcenschonende Wirtschafts-, Verkehrs und Energiepolitik.
Ihre Stimme wird grün!
Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft. Wir wollen für sie und gemeinsam mit ihnen und ihren Eltern unsere Städte und Gemeinden kinderfreundlich gestalten, damit sie sicher und gesund aufwachsen und ihre Eltern Familie und Berufsleben miteinander verbinden können.
Wir wollen Kitas überall erhalten und zu Bildungsorten weiterentwickeln, indem wir für eine gute personelle, räumliche und finanzielle Ausstattung sorgen. Mit anspruchsvollen pädagogischen Konzepten, Weiterbildungsmöglichkeiten und regelmäßiger Zertifizierung soll die Qualität in unseren Kitas gewährleistet und ausgebaut werden. Neuruppin ist schon heute ein Bildungsstandort mit großer Ausstrahlungskraft. Gute Schulen aber brauchen wir auch im ländlichen Raum; sie sind uns ein besonderes Anliegen. Dafür kämpfen wir auch in der Landespolitik.
Wir BÜNDNISGRÜNE unterstützen innovative pädagogische Konzepte, ganz gleich ob an staatlichen oder freien Schulen. Wir widersetzen uns allen ideologischen Grabenkämpfen. Die Sanierung von Schulen und Kitas, bei Neu oder Umbau, muss das Leitbild Inklusion mitgedacht und berücksichtigt werden; dass dabei auf ökologische Kriterien und Energieeffizienz halten wir für selbstverständlich.
Wir unterstützen die Zusammenarbeit von Grund- und weiterführenden Schulen sowie Konzepte von Schulstandorten von Klasse 1 bis 10. bzw. 13 an einem Ort.
Wir BÜNDNISGRÜNE wissen, dass das Thema „Inklusion“ auch weiterhin umstritten ist. Darum suchen wir das Gespräch mit allen Beteiligten. Dabei beziehen wir allerdings auch eine klare Position: wir streiten für eine solidarische, für eine menschliche Gesellschaft, die die Schwächeren oder Unterstützungsbedürftigen nicht links liegen lässt. Darum setzen wir BÜNDNISGRÜNEN uns vehement dafür ein, dass die Erfahrungen der Pilotschulen „Inklusion“ in die Landespolitik einfließen und die Erfolge verstetigt werden.
Überdies steigert die Einrichtung eines medizinischen Hochschulstudienganges in Neuruppin die Attraktivität der Region und kann zudem zur Verbesserung der medizinischen Versorgung einen regionalen Beitrag leisten.
Wir Bündnisgrünen wollen eine aktive Weiterbildungspolitik, die jung und alt den Zugang zu Bildungs- und Kultureinrichtungen öffnet oder offen hält. Deshalb unterstützen wir Volkshochschulen, Bibliotheken, Kunst- und Musikschulen, die mit sich mit kreativen zeitgemäßen Angeboten, den Herausforderungen der Arbeitswelt und dem demografischem Wandel stellen und Wege in die Zukunft weisen.
Gesundes Essen in Schule und Kita ist unabdingbare Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder und für ihren Lernerfolg. Gemeinsam mit Elterninitiativen werden wir uns für ein gesundes und abwechslungsreiches Essen stark machen. Und natürlich sollten bei der Herstellung dieses Essens möglichst viele regionale Produkte verwendet werden.
Mit der erfolgreichen Initiative „Kostenfreie Schülerbeförderung ist machbar“ haben wir das Brandenburgische Schulgesetz so verändert, dass für die Landkreise die Möglichkeit besteht, die Schülerbeförderung kostenfrei zu gestalten. Wir werden alles tun, diese Errungenschaft im Kreis Ostprignitz-Ruppin auch bei einer schwierigen Haushaltsituation zu verteidigen. Schülerverkehr muss sich an den Erfordernissen der Schülerinnen und Schüler orientieren.
Chancengleichheit ist mehr als nur ein Schlagwort– Chancengleichheit zählt zum Fundament unserer demokratischen Gesellschaft. Wir müssen alles dafür tun, dass kein Kind, kein Jugendlicher verloren geht. Es liegt auch an uns, ob junge Menschen in unserer Region eine Zukunft sehen. Es muss oberstes Anliegen unserer grünen Politik sein, jungen Menschen Chancen und Perspektiven zu geben, auch durch Jugendsozialarbeit. Unsere kommunale Kinder,- und Jugendhilfe, braucht hierfür Förderstrukturen, die eine wirkungsvolle Arbeit ermöglichen.
Die Sicherung und Stärkung generationsübergreifender sozialer Hilfesysteme und deren Organisationen haben für uns BÜNDNISGRÜNE einen hohen Stellenwert. Wir werden weiterhin gemeinsam Kräfte für eine positive Entwicklung einer familienorientierten Sozialpolitik mobilisieren. Die Sicherung der Infrastruktur der sozialen Träger vor Ort ist uns dabei ein besonderes Anliegen.
Auch die Förderung des Sports muss weiter ausgebaut werden. Hier werden wir alle Vereine ob groß oder klein angemessen beteiligen. Unsere Schulen und Schulhöfe bieten hervorragende Möglichkeiten für die Freizeitgestaltung. Darum setzen wir uns weiterhin für die außerschulische Nutzung von Sportflächen und Schulräumen für Vereine, Kinder und Jugendliche ein. Wir fordern den Erhalt unserer städtischen und ländlichen Begegnungsstätten für Kinder und Jugendliche. Wir stehen für die Förderung von vielfältigen präventiven Jugendhilfeangeboten. Der Abbau der Projektförderung für die Jugendarbeit der letzten Jahre muss dringend gestoppt werden. Projekte, die das Ziel der Gleichstellung von Frauen und Mädchen haben, werden durch uns unterstützt. Wir setzen uns weiterhin für den Ausbau qualitativ hochwertiger Angebote in der beruflichen Vorbereitung und Erstausbildung ein.
In einer Region wie dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist Mobilität eine der wichtigsten Bedingungen für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben. Darum brauchen wir neue, zukunftsweisende Verkehrskonzepte. Das eigene Auto war das Verkehrsmittel des 20. Jahrhunderts– Symbol für Freiheit, Unabhängigkeit und Individualität. Im 21. Jahrhundert müssen wir uns stärker auf neue Formen von Mobilität einlassen– umweltfreundlich, ressourcenschonend und bezahlbar. Mit einem effektiven Zusammenspiel der unterschiedlichen Verkehrsmittel müssen Angebote geschaffen werden, die allen Bürgern Mobilität garantiert.
Für einen gut funktionierenden Fahrradverkehr muss eine intelligente Infrastruktur geschaffen werden. Dabei muss die Sicherheit aller Fahrradfahrer bei allen Verkehrsplanungen oberste Priorität genießen.
Neben dem Fahrrad ist es der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) der in der Mobilität des 21. Jahrhunderts eine zentrale Rolle einnehmen wird: die traditionelle Busgesellschaft kann zu einem Unternehmen für Mobilitätsmanagement umgebaut werden– mit zusätzlichen Angeboten von z. B. Carsharing oder Rufbussen.
Dass wir als BÜNDNISGRÜNE uns für den Erhalt und Ausbau des Schienenverkehrs einsetzen liegt auf der Hand und zählt zum Kernbestand grüner Verkehrspolitik.
Eine direkte und schnelle Eisenbahnverbindung in die Berliner Innenstadt.
Das Radwegenetz muss kontinuierlich ausgebaut und sicherer gemacht werden.
Ein spezielles Radwegekonzept für den Radverkehr von und zu den Schulen, um schon für die jungen Menschen das Radfahren attraktiv und sicher zu machen
Fußgänger- und Radfahrerfreundliche Ampelschaltungen
Förderung von Fahrgemeinschaften
Förderung von Carsharingmodellen
Wo immer es möglich ist, wollen wir Konzepte realisieren, um Autofahren überflüssig zu machen. Wir wollen durch kluge Vernetzung den Umstieg vom Auto aufandere Verkehrsmittel, wie den ÖPNV erleichtern.
Ausbau der Ostprignitz Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft zu einer Mobilitätszentrale zur Koordinierung verschiedener Verkehrsmittel
Wir BÜNDNISGRÜNEN wollen die Energiewende zum Erfolg machen; daher sind der schnelle Ausstieg aus der Atomkraft und der Vorrang für Klimaschutz ein zentrales Anliegen unserer Politik.
Das „Atomzeitalter“ geht zu Ende. Und das ist gut so. Atomenergie, das haben die Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima gezeigt, ist eine Risikotechnologie mit Gefahren für Menschen und Umwelt und ungelösten Problemen– Stichwort: sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle über Jahrtausende.
Mit der Stilllegung des Atomkraftwerks in Rheinsberg 1992 und dem begonnenen Rückbau ab 1995 ging eine wichtige Forderung des Kreisverbandes Bündnis 90/Die Grünen OPR in Erfüllung.
Die Energiewende ist ohne Atomenergie machbar, mit einem richtigen Mix von Strom aus Sonne, Wind und Biomasse und mit einer konsequenten Strategie für Energieeffizienz und Energieeinsparung. Wir übernehmen Verantwortung für die Energiewende in unserer Region, d.h. für eine Energiewende von unten und eine Energiewende in der Hand der Bürgerinnen und Bürger, sowie ihrer kommunalen Energieversorger. Um den Bau übermäßiger Stromtrassen zu vermeiden, Versorgungssicherheit in der Region zu gewährleisten und regionale Wertschöpfung zu ermöglichen, brauchen wir- unter Berücksichtigung des Naturschutzes und der Beachtung unseres Landschaftsbildes- den Ausbau von Windkraft. Das alles können wir nur gemeinsam verwirklichen– darum steht für uns die Beteiligung der Bürger vor Ort für uns ganz oben an.
Wir treten für eine konsequente Energiewende an. Das Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energien in dezentralen und bürgernahen Strukturen, von denen die Bürger, die Kommunen und die mittelständischen Unternehmen profitieren.
Wir legen damit die Grundlage für einen wirksamen Klimaschutz- ohne neue Tagebaue und ohne andere boden- und grundwasserschädigende Verfahren, die unsere Heimat zerstören (z.B. Fracking).
Wir sind für die Erstellung und Umsetzung eines Klimaschutzkonzeptes in jeder Gemeinde
Wir setzen uns dafür ein, dass Energieeffizienz auch bei der Beschaffung durch die öffentliche Hand und bei der Vergabe öffentlicher Leistungen zu einem verpflichtenden Kriterium werden muss.
Wir setzen uns für die Schaffung neuer Anreize zum Energiesparen auf kommunaler Ebene ein, die auch die energetische Modernisierung der städtischen und privaten Gebäude unterstützen und vorantreiben sollen.
wir unterstützen die geförderte Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger, werden diese weiter bekannt machen und so zur schnelleren Umsetzung von Energieeinsparmaßnahmen beitragen.
Die Attraktivität unserer Region und unserer Städte und Dörfer hängt natürlich ganz entscheidend davon ab, ob Menschen eine Zukunftsperspektive darin sehen, hier zu leben und zu arbeiten. Dazu bedarf es einer offensiven Wirtschaftsförderung und Ansiedlungspolitik gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Sie sind das Rückgrat und Fundament einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung.
Die Unternehmen in OPR haben mit einem zunehmenden Fachkräftemangel zu kämpfen. Unsere Betriebe und Berufsschulen bilden viele gut qualifizierte Arbeitskräfte aus. Doch viele von ihnen wandern in andere Bundesländer ab. Nur wenn regionale Unternehmen mehr attraktive Arbeitsplätze schaffen, können wir diesen Trend umkehren.
Zudem wollen wir abgewanderte Fachkräfte stärker zur Rückkehr in die frühere Heimat bewegen. Dem guten Beispiel der Willkommensagentur Uckermark wollen wir mit einem eigenen Programm in OPR folgen. Den ersten Schritt dazu hat der Kreistag OPR mit dem Beschluss zur Entwicklung einer Willkommenskultur in OPR bereits gemacht. Jungen Existenzgründern sollten mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung über einen begrenzten Zeitraum besondere Konditionen eingeräumt werden. Und darüber hinaus wollen wir versuchen, gerade die sogenannte Kreativwirtschaft auch bei uns zu etablieren und zu unterstützen. Das könnte gerade für Menschen, die von den in den Großstädten oft schon unbezahlbaren Mieten für Gewerbeflächen abgeschreckt werden, die Entscheidung erleichtern, auch in kleineren Städten ihr Glück zu versuchen.
Der Schlüssel zur Bewahrung der Vielfalt von Natur und Landschaft und zum Schutz unserer Gewässer liegt in einer umweltverträglichen Landnutzung mit vielfältigen Fruchtfolgen sowie einer tiergerechten und an die Fläche gebundenen Tierhaltung. Wir wollen den ökologischen Landbau und die bäuerliche Landwirtschaft fördern und dem Konzentrations- und Industrialisierungsprozess in der Landwirtschaft entgegenwirken. Dafür brauchen wir eine EU-Agrarreform, die diesen Namen auch verdient und sich nicht allein an den Interessen der Agrarindustrie ausrichtet.
Die Förderung regionaler Wirtschaftskreisläufe stärkt das heimische Handwerk und die heimische Landwirtschaft, bindet Kaufkraft in der Region und schafft damit Arbeitsplätze vor Ort. Gleichzeitig vermeiden regionale Wirtschaftskreisläufe unnötigen Verkehr. Gezielt wollen wir die Herstellung von ökologisch hergestellten Produkten fördern und Wochenmärkte neu beleben und deren Erhalt sichern.
Selbstverständlich lehnen wir BÜNDNISGRÜNE den Anbau und die Verfütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen ab.
Wir BÜNDNISGRÜNE wollen keine industrielle Tierhaltung. Darum fordern wir BÜNDNISGRÜNE eine verbindliche Öffentlichkeitsbeteiligung bei allen Stallbauvorhaben, für die immissionsrechtliche Genehmigungen erforderlich sind. Auf Bundesebene setzen wir uns für eine Änderung beim Bauplanungsrecht ein (BauGB) ein, damit Kommunen und BürgerInnen mehr Einfluss auf den Bau von gewerblichen Tierhaltungsanlagen haben.
Wir BÜNDNISGRÜNE wollen mehr regionale Produkte– bevorzugt aus ökologischem Landbau– in der Gemeinschaftsverpflegung wie z. B. in Kitas, Schulen und Kantinen.
Wir wollen in der Bevölkerung mehr Verständnis für die Landwirtschaft durch Projekte wie Schulbauernhöfe und Schulgärten fördern.
Lebendige Demokratie wird vor allem durch die selbstbestimmten Handlungs- und Gestaltungsmöglichkeiten der Kommunen erfahrbar. Hier nehmen die Bürger wahr, was mit Steuermitteln geschieht, was gemacht wird und was nicht. Angesichts der knappen Kassen wird der Handlungs- und Entscheidungsspielraum von Verwaltung und Politik immer enger. Eine Politik, die nur noch den Mangel verwaltet, kann keine für unsere Region wichtigen Zukunftsentscheidungen treffen. Stattdessen drohen Verteilungskämpfe, bei denen vor allem die Bereiche Jugend, Sport und Kultur Einbußen und Kürzungen drohen. Das setzt eine bedrohliche Abwärtsspirale in Gang, weil Einsparungen in diesen Bereichen die Attraktivität unserer Region unterhöhlen und damitden Bevölkerungsrückgang beschleunigen.
Deshalb fordern wir von Land und Bund eine angemessene finanzielle Grundausstattung der Kommunen, die Handlungsspielraum für die Erledigung ihrer Aufgaben eröffnet (z.B. durch die vollständige Übernahme der Kosten für Sozialleistungen durch den Bund.
Im Haushalt zeigen sich die Tätigkeitsschwerpunkte des Landkreises. Der Prozess der Haushaltsaufstellung und seine Transparenz sind wichtige Gradmesser für die Qualität des demokratischen Umgangs zwischen Landrat, Kreistag und Bevölkerung. Bei den Pflichtaufgaben kommt es vor allem auf Qualität der Leistungen und auf die Höhe der Kosten im Vergleich zu anderen Kreisen an. Freiwillige Aufgaben unterstützen häufig das Ehrenamt im sozialen oder kulturellen Leben. Weil sie wichtige soziale und politische Funktionen einnehmen, darf hier nicht weiter eingespart werden, aber wir Bündnis-Grüne wollen darauf achten, dass Mittel in diesem Bereich sinnvoll, effizient und gerecht ausgegeben werden.
Wir Bündnisgrüne fordern eine übersichtliche, öffentliche Darstellung der kommunalen Haushalte durch die Verwaltung.
Wir unterstützen die Entwicklung von Leitlinien (Leitbilddiskussion) für jede Kommune in den Bereichen Bildung, Infrastruktur, Bebauung, ÖPNV, Energie, Klima,…, um Investitionen und Konzepte langfristig nutzbar zu machen.
Wir sind für „nachhaltige Finanzen“, die Einbettung in langfristige Zielstellungen der Gemeinden und den Abbau von Schulden. Wir fordern die Einbindung der Bevölkerung, insbesondere im Bereich der „freiwilligen Ausgaben“ und der „Investitionen“ durch einen „Bürgerhaushalt“.
Es muss nicht nur Fontane sein…unser Landkreis ist einer der kulturell vielfältigsten und buntesten im ganzen Land Brandenburg. Kultur- ganz gleich ob als Traditionspflege oder als gewagte Experimente– trägt ganz entscheidend zur Attraktivität unserer Region bei. Schon jetzt kommen Jahr für Jahr Zehntausende Besucher zu den zahllosen Veranstaltungen. Kulturtourismus ist als Wirtschaftsbranche eine der erfolgversprechendsten Zukunftsoptionen. Darum machen wir uns dafür stark, die Kulturförderung durch eine zukunftsweisende Wirtschaftsförderung zu ergänzen.
Und auch die Förderung der Kulturellen Bildung für Jung und Alt haben wir uns auf die Fahnen geschrieben. Dabei muss Bestehendes wie Kunst- und Musikschulen erhalten bleiben und gestärkt werden und neue Initiativen und Angebote organisatorisch und finanziell unterstützt werden.
Die Zukunft der demokratischen Gesellschaft liegt in den Händen aller Bürgerinnen und Bürger. Politikverdrossenheit entsteht immer da, wo Menschen ausgegrenzt werden und keine Chance mehr sehen, politischen Einfluss zu nehmen. Wir als BÜNDNISGRÜNE wollen jenseits von parteipolitischem Engagement Möglichkeiten und Strukturen schaffen, sich einzumischen und Politik mit zu gestalten. Besonders mit jungen Menschen wollen wir Wege finden, wie ihre Stimme in der Lokalpolitik mehr Gehör finden und ihr Engagement wirksamer gestärkt werden kann. Sei es durch Jugendparlamente oder andere Beteiligungsformen.
Unsere Abgeordneten sehen sich als Verbindungsglied zwischen Politik und „außerparlamentarischen“ Initiativen.
Bürgerbeteiligung wird von uns als eine neue Politik des Gehörtwerdens praktiziert. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich konkreter und aktiver einmischen können, bei Runden Tischen, Zukunftswerkstätten, Bürgerforen, Planungszellen und anderen Organisationsformen der Bürgerbeteiligung.
Dazu gehört für uns auch die Befürwortung der paritätischen Besetzung des Aufsichtsrates der Ruppiner Kliniken unter den Aspekten "mehr Demokratie wagen", Mitbestimmung als Errungenschaft von Auseinandersetzungen in der alten Bundesrepublik und mehr Verantwortung übertragen als Identifikation der MitarbeiterInnen mit den Kliniken.
Zudem wollen wir die Transparenz der Entscheidungsabläufe verbessern. BürgerInnen müssen allgemeinverständlich informiert werden und sich über die Beratungen und Entscheidungsfindungen in den Kommunen informieren können. Sie müssen Einblick in Planungen und Protokolle bekommen, und so frühzeitig beteiligt werden.
Eine erste Hürde ist die für viele Menschen oft unverständliche Sprache von Politik und Verwaltung. Wir werden uns dafür einsetzen, dass amtliche Mitteilungen in Zukunft ergänzend „leichte Sprache“ verwenden– auch das verstehen wir unter Barrierefreiheit.
Und natürlich werden wir alle lokalen Aktivitäten, Initiativen und Bündnisse für Zivilcourage und gegen Rechtsradikalismus wie bisher unterstützen. Um weiterhin alle Bürger für das Thema Rechtsextremismus zu sensibilisieren und gemeinsame Strategien zu entwickeln, werden wir im Schulterschluss mit allen demokratischen Parteien und Gruppierungen die erfolgreiche Zusammenarbeit der Kommunalparlamente und dem „Mobilen Beratungsteam“ MBT des Handlungskonzeptes »Tolerantes Brandenburg“ fortsetzen und intensivieren. Dabei gilt für uns die Devise, dass kein Jugendlicher und kein Erwachsener aufgegeben werden darf.
Naturnahe Wälder, zahllose Seen und Kleingewässer, die zum Schwimmen einladen, herrliche Alleen, Moore, Wiesen, Äcker– das Ruppiner Land ist eine einzigartige Kulturlandschaft. Diese zu schützen und zu erhalten sehen wir als eine unserer vordringlichen Aufgaben an. Unsere Naturlandschaft ist die Lebensgrundlage für den vielfältigen Artenreichtum der Natur und zugleich ein idealer Erholungs- und Urlaubsort. Darum zählen Wasser- und Fahrradtourismus, der Natur- und Kulturtourismus auch zu den wichtigsten Wirtschaftsbranchen unserer Region.
Wir begrüßen den wachsenden Fahrradtourismus in unserer Region und unterstützen den Radwegeausbau und den Lückenschluß in unserem Radwegenetz.
Den Wassersport auf unseren Seen und Fließen wünschen wir uns lärm- und abgasarm. Elektroboote, vor allem die sonnenbetriebenen, entsprechen am ehesten unseren von zahlreichen geschützten Tieren und Pflanzen bewohnten Gewässern.
Wir waren gegen den geplanten Rhin-Seitenkanal für den Motorboot Durchgangsverkehr zur Müritz und gegen die Zerstörung des Naturschutzgebietes am Rhin.
Die Vergabe staatlicher Fördermittel muss einer konsequenten Prüfung unterzogen werden und umwelt- und klimaschädliche Projekte müssen grundsätzlich bei den Förderrichtlinien ausgeschlossen werden.
Nachhaltiger Tourismus schließt auch die Arbeitssituation der ArbeitnehmerInnen im Tourismusbereich mit ein. Faire und existenzsicherende Löhne, fundierte Ausbildungsmöglichkeiten, Einhaltung des Arbeitsschutzes und Arbeitszeitrichtlinien müssen zu einer Selbstverständlichkeit und zu einem Markenzeichen für den Tourismus in unserem Kreis werden.
Den Kampf um die friedliche Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide haben wir viele Jahre begleitet und an den Aktionen der Bürgerinitiativen teilgenommen.
Wir begrüßen, dass zumindest ein Teil der Wege an den Randzonen durch die Sielmann-Stiftung soweit gesichert werden konnte, dass begleitete Kutschfahrten für Anwohnerund demnächstauch fürTouristen zurHeideblüte möglich sein werden.
wir hoffen, wir konnten Sie überzeugen, wie wichtig es ist, künftig
in unserem schönen Landkreis zu gestalten. Wir wollen diesen lebens-und erhaltenswert gestalten! Damit auch unsere Kinder und Enkel zum einen hierbleiben können und vor allem auch wollen. Damit der Tourismus ein immer größeres Standbein unserer Wirtschaft werden kann.
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