„Warum leiste ich den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit für gemeinsame Kinder und Angehörige? Warum bekomme ich als Alleinerziehende so wenig Unterstützung? Warum habe ich so wenig Rente, obwohl ich mein Leben lang gearbeitet habe? Warum muss ich Angst auf dem Nachhauseweg haben? Warum wird mein Kollege ernster genommen als ich? …“
Frauen, Alleinerziehende, Frauen mit Migrationsgeschichte, Frauen of Color, trans-Personen, nicht-binäre Menschen, Menschen mit Behinderung sowie Beschäftigte in prekären Arbeitsverhältnissen tragen die höchsten Belastungen.
Unter dem Motto „ENOUGH! GENUG!“ rufen wir Frauen* in Ostprignitz-Ruppin und Umgebung dazu auf, sich miteinander zu solidarisieren, laut und sichtbar mit ihren Forderungen zu sein.
Wir rufen zur Niederlegung der unbezahlten Care-Arbeit auf.
Wir rufen dazu auf, sich gegen einengende Geschlechterrollen aufzulehnen.
Wir rufen dazu auf, sich laut gegen Antifeminismus und Gewalt gegen Frauen* zu stellen.
Wir rufen laut nach Respekt und Anerkennung.
Um mehr Sichtbarkeit für Gleichstellungsthemen zu erreichen, wird es am 8. März um 13 Uhr eine Kundgebung auf dem Schulplatz in Neuruppin. Es gibt ein buntes Rahmenprogramm mit Tanz, Chören und Redebeiträgen.
Ziel ist es, möglichst viele Menschen für die Ungerechtigkeiten zu sensibilisieren, ihrer Wut einen Raum zu geben und in Verbindung zukommen.
Im Anschluss laufen wir geschlossen zum nächsten Veranstaltungsort und laden herzlich zur Frauendisco (ab 15 Uhr im JFZ, Eintritt frei) ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der 36. Brandenburgischen Frauenwochen statt. Dieses Jahr unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“ und ist Teil des bundesweiten Frauenstreiks, welcher in vielen deutschen Städten am 9. März stattfindet.
Der Streik richtet sich nicht nur an Frauen, sondern an alle Menschen, die von Ungleichheit betroffen sind oder solidarisch unterstützen wollen.