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Ich bin 33 Jahre alt, Mutter von zwei Kindern und Geographin und Agrarökonomin. Unsere Welt verändert sich ob wir wollen oder nicht. Ich möchte diese Veränderung mitgestalten und Lösungen aushandeln, die sozial gerecht, ökologisch nachhaltig und dabei wirtschaftlich darstellbar sind. Mit Empathie, Wertschätzung, Pragmatismus und Zuversicht.
Als Hebamme und alleinerziehende Mutter möchte ich mich mit meiner Lebenserfahrung für die Belange von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Familien in unserer Region einsetzen. Dabei liegen mir Gerechtigkeit, Bildung und Beteiligung besonders am Herzen. Die Suche nach Lösungen für einen nachhaltigeren Umgang mit unseren Ressourcen ist mir ein weiteres großes Anliegen.
Im Kreistag OPR entscheiden 35 Männer und 15 Frauen. Das will ich ändern! Wir brauchen endlich eine Politik für die Interessen von Frauen und Familien. In keiner anderen Partei sind so viele Frauen aktiv und machen gute, erfolgreiche Politik wie bei uns. Wir haben den höchsten Frauenanteil aller Parteien und das macht uns stärker, vielschichtiger und demokratischer.
Ich bin überzeugt, dass der Erhalt unserer natürlichen Ressourcen besonders am Herzen liegt – aus tiefem Respekt gegenüber den kommenden Generationen. Für mich ist nachhaltiges Handeln keine idealistische Haltung, sondern die einzig logische und langfristig auch wirtschaftliche Vorgehensweise. Nur wenn wir verantwortungsvoll mit den Grundlagen unseres Lebens umgehen, können wir echten Fortschritt erzielen. Ich bin überzeugt, dass eine Gesellschaft nur dann dauerhaft lebensfähig bleibt, wenn sie ihre eigene Zukunft in den Mittelpunkt stellt – und diese Zukunft zeigt sich besonders in unseren Kindern als auch in den Ressourcen, von denen wir alle abhängig sind. Es gibt keinen „Planet B“, und genau deshalb sollten wir gemeinsam Wege finden, um unsere Umwelt zu schützen, Innovation zu fördern und Wirtschaft und Ökologie miteinander zu verbinden. Nachhaltigkeit bedeutet für mich nicht Verzicht, sondern Weitsicht.
Unsere Kreistagsabgeordneten sind Wolfgang Freese, Sigrid Schumacher und Rudi Mixdorf.
Sie bilden mit den Kreistagsabgeordneten der SPD eine gemeinsame Kreistagsfraktion.
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Unsere Demokratie, für die wir ’89 auf die Straße gingen, ist bedroht wie noch nie. Populisten, Selbstdarsteller und Geschichtsklitterer sind brandgefährlich für unsere Demokratie. Als UrNeuruppiner liegt mir meine Heimat sehr am Herzen. Ich möchte mich als Abgeordneter weiterhin engagieren, um in diesen turbulenten Zeiten allen Herausforderungen klug zu begegnen.
Seit der erfolgreichen friedlichen Revolution in der DDR verstehe ich mich als 89iger. Mit meinen Erfahrungen als ehemaliger Bürger der DDR, in der Zentralismus, Diktatur und politische Willkür herrschte, weiß ich - bei aller Kritik an der aktuellen Politik - die Demokratie und die Rechtstaatlichkeit dieser Bundesrepublik zu schätzen. Ich halte sie für unbedingt verteidigungswürdig! Insbesondere muss dieses Land und die Europäische Idee gegenüber Demokratiefeinden und Populisten verteidigt werden.
Seit den ersten freien Wahlen 1990 war ich Mitglied des Kreistages. Ich verstehe meine Aufgabe darin, die Arbeit der Verwaltung kritisch oder auch unterstützend zu begleiten. Als eine über Jahre recht kleine Fraktion haben wir durchaus immer wieder erfolgreich bei den anderen Kreistagsmitgliedern für unsere Anträge argumentiert, gerungen und immer wieder Mehrheiten für unsere (grünen) Positionen bekommen.
Unter anderem ist hier der Beschluss zum Verbot des Umweltgiftes Glyphosat zu nennen auf allen Flächen, die dem Landkreis gehören. Aber auch der nachdrückliche Antrag zum Lückenschluss des Radweges an der Autobahnausfahrt Neuruppin Süd.
Unsere Fraktion verstand sich immer wieder als Sprachrohr von engagierten Menschen außerhalb des Kreistages und hat sie mit entsprechenden Anträgen unterstützt. Zu nennen sind hier die erfolgreichen Meilensteine FREIe HEIDe oder die von uns initiierte Volksinitiative zur Befreiung der Eltern von den Zuzahlungen zur Schülerbeförderung.
Im Kreistag ist Wolfgang Freese Vorsitzender im Jugendhilfeausschuss, Vorsitzender im Sozial- und Petitionsausschuss sowie Mitglied im Bildungs-, Kultur- und Sportausschuss.
Eine E-Mail an Wolfgang Freese schreiben.
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin besteht nicht nur aus seinen städtischen Zentren. Lebensperspektiven im ländlichen Raum (kleine Gemeinden) zu stärken ist ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Ich will meine Erfahrungen und meine fachlichen Kenntnisse aus 23 Jahre Verwaltungsarbeit als Amtsleiterin für Ordnung und Bildung der Stadt Kyritz gerne weiter einbringen.
geb. 1957 in Luckenwalde, seit 1982 in Zernitz-Lohm lebend, verheiratet, Mutter von 2 erwachsenen Töchtern und drei Enkel
Wir führen seit 1991 einen landwirtschaftlichen Familienbetrieb, den wir seit 15 Jahren nach den EU-Biorichtlinien bewirtschaften und setzen uns aktiv für eine nachhaltige und umweltfreundliche Politik im ländlichen Raum ein. Seit 2015 arbeitet ich im Betrieb mit.
Ehrenamtliches Engagement
Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin besteht nicht nur aus seinen städtischen Zentren. Lebensperspektiven im ländlichen Raum (kleine Gemeinden) zu stärken wird ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein.
Die Gemeinden des Kleeblatts und seine Einwohner haben es verdient, ein Sprachrohr im Kreistag zu haben, dass Lebenserfahrung und berufliche Fachkompetenz verbinden, sich engagiert und Wert darauflegt, Wünsche und Ideen auf "Machbarkeit" abzuklopfen.
Im Kreistag ist mein Steckenpferd die Sozialpolitik. Ich setzte mich für eine soziale Infrastruktur ein. Angebote der offenen Jugend- und Altenhilfe (MGH) müssen ausgebaut und gefördert werden. Das bürgerschaftliche Engagement muss weiter gestärkt werden.
Sigrid Schumacher ist im Kreistag Mitglied im Finanz- und Hauptausschuss.
E-Mail: Mail
Telefon: 033973/50513
Gute Böden und gesunde Tiere sind unsere Zukunft. Ich bin Tierarzt und Landwirt und stehe für:
Im Kreistag ist Rudi Mixdorf Mitglied im Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss.
23.03.13 –
Rede von Wolfgang Freese, Abgeordneter von Bündnis 90/ Die Grünen, vor dem Kreistag am 21.3.2012, unmittelbar nach der Information des Kreistagsvorsitzenden zu den Ergebnissen der Überprüfung der Abgeordneten durch den „Bundesbeauftragten für die Unterlagendes Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR (BStU)“ auf Zusammenarbeit mit der Stasi
„Ich möchte hier nicht über meine eigenen Stasikontakte reden, das habe ich, denke ich, ausführlich und öffentlich gemacht. Es gab Versuche mich als Informant für die Stasi zu werben. Wie ich später aus Stasi-Akten erfuhr, bedeutete das, es wurde ein so genannter IM-Vorlauf über mich angelegt.
U.a. wegen „bewusster Dekonspiration“ wie es im Stasi-Jargon hieß, ist damals davon Abstand genommen worden.
„Wer ein politisches Amt will, der sollte seine politische Vergangenheit preisgeben“, sagte die erste Brandenburger Stasi-Beauftragte Urike Poppe hier im Kreistag am 10. März 2011. Diese Transparenz seien die Politiker ihren Wählern schuldig.
Sie sagte das unmittelbar vor der Abstimmung zur Überprüfung der Abgeordneten dieser Wahlperiode auf Tätigkeit für die Stasi.
Andreas Vogel schrieb wenige Tage vorher in der MAZ: „Bekannt ist, dass die Linken-Politiker Hartmut Buschke und Enno Rosenthal während ihrer Armeezeit als IM gearbeitet haben.“
Ich frage mich mittlerweile wie man sich, Enno, in solch einer Situation fühlt, wenn man doch von sich selbst weiß, dass man nicht nur während der Armeezeit sondern noch lange danach - noch bis August und September 1989 hinein - Berichte für die Stasi geschrieben hat.
Überlegt man sich der berühmten Salamitaktik entsprechend, nur das zuzugeben, was vielleicht bekannt wird?
Zieht man in Erwägung, sein Abgeordnetenmandat zurückzugeben?
Oder überlegt man sich vielleicht doch, in die Öffentlichkeit zugehen und alles darzustellen - mit sämtlichen eigenen Verstrickungen, Verfehlungen oder auch Verblendungen, das heißt, mutig Verantwortung zu übernehmen - und damit vor allem seinen eigenen Beitrag zur Aufarbeitung zu leisten.
Unterm Strich hat wieder einmal jemand eine Chance verpasst, Hintergründe, Beweggründe und Mechanismen einer Diktatur offen zu legen.
Meiner Meinung nach ist jeder von uns, die wir in dieser DDR gelebt haben, dies den nachfolgenden Generationen einfach schuldig, auf dass ihnen solche Erfahrungen hoffentlich erspart bleiben.
Natürlich passt der Umgang ins Bild von Leuten, die gebetsmühlenartig auch bei uns in Neuruppin in öffentlichen Veranstaltungen erklären, die Stasi war ein ganz legitimer Geheimdienst, wie es ihn in jedem Staat geben muss - und dafür sogar noch Beifall ernten.
Bei aller berechtigten Kritik an Bundesdeutschen Geheimdiensten – es ist doch wohl festzustellen, dass sich Geheimdienste eines rechtstaatlichen demokratischen Staates schon von Geheimdiensten in Diktaturen wie der DDR unterscheiden.
Allein: Ich kann mich nicht erinnern, in irgendeiner Veröffentlichung zu DDR-Zeiten von Kritik oder Infrage stellen oder von Fehlern oder gar Versagen der Staatssicherheit gelesen zu haben.
Und:
Wer in die Fängen der Stasi geriet war der absoluten Willkür ohne jegliche rechtstaatliche Möglichkeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen, ausgesetzt.
Es gäbe noch sehr, sehr viel mehr zu sagen.
Aber nur noch eine Bemerkung
Ich frage mich, Enno, wie man sich während der Wendezeit gefühlt haben muss, mit einem System zusammenarbeiten, dass wie später auf Guantanomo, Stacheldrahtverhaue als Internierungslager eingerichtet hatte. Ich erinnere nur an den riesigen Stacheldrahtverhau im Wald bei Netzeband, der für Systemkritiker und Aktivisten der Bürgerbewegungen unserer Region angelegt worden war.
Natürlich kann man sich auf die alt bewährte Position nach dem Zusammenbruch von Unrechtssystemen zurückziehen und behaupten, man habe von nichts gewusst….
Wer jedoch bis in die Wende hinein Berichte abgeliefert hat, war mit absoluter Sicherheit auch in solche düsteren Pläne eingeweiht.
Wie fühlt man sich in solchen Situationen, wenn man selbst hier in dieser Region geboren ist, einen großen Bekanntenkreis hat und die Möglichkeit in Betracht ziehen musste, dass einige von denen in solch einem Internierungslager landen könnten.
Aber mit diesen Fragen musst Du allein klarkommen.
Solche Leute wie Du sind - bei alle Mitschuld bundesrepublikanischer Unfähigkeit zum zweiten Mal in der deutschen Geschichte eine Diktatur aufzuarbeiten - dafür verantwortlich, dass diese Diktatur in der öffentlichen Wahrnehmung gar nicht so schlimm war.
Ich weiß, dass es eigentlich keinen Sinn macht, aber ich würde dieses Thema gern zum Anlass nehmen, Dir heute hier ein Buch zu schenken - ein Buch, das die Mechanismen dieser gescheiterten Aufarbeitung untersucht und ohne jegliche Rückwärtsgewandheit einfach nur sachlich analysiert.
Ich zitiere nur kurz aus dem Klappentext.
“Nach dem Zusammenbruch der DDR wollten es die Deutschen besser machen als 45 Jahre zuvor. Täter sollten zur Rechenschaft gezogen werden, Opfer Genugtuung erhalten. Zwei Jahrzehnte später steht fest: Die Aufarbeitung der zweiten Diktatur auf deutschem Boden ist gründlich gescheitert.
…eine schockierende Bilanz nach zwanzig Jahren Einheit.“
Das Buch von Uwe Müller und Grit Hartmann und heißt „Vorwärts und vergessen!“.
Natürlich gibt es viele Gründe, warum diese Aufarbeitung in großem Stil missglückt ist. Aber es ist in diesem Fall Deine ganz persönlich verpasste Chance.
Wenn Du in dich gehst, findest Du sicher auch bei Deinem zeitintensiven Job die Zeit dieses Buch zu lesen – nämlich, wenn Du dein Mandat als Kreistagsabgeordneter zurückgibst.
Auch wenn der Ältestenrat sich nicht zu einer Empfehlung durchringen konnte,
- ich jedenfalls fordere dich dazu auf!“
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DDR-Aufarbeitung | Demokratie, Recht und Antifaschismus | Kreistag | Medienbericht
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